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Notstand in Cusco

Die letzten Tage war die Presse voll mit Schreckensnachrichten aus Machu Picchu. Alles Mögliche wurde erzählt, Wahres und Unwahres.

Da war die Rede von Amerikanern, die gegen Bezahlung von einigen hundert Dollar schneller evakuiert wurden, von überteuerten Preisen, Mangel an Lebensmitteln und Getränken und auch von fehlender Information. Was nun tatsächlich stimmt, darüber kann man spekulieren.

Kerstin Ullrich und Andreas Wezel ein Berliner Ehepaar kamen am vergangenen Freitag aus Machu Picchu. Sie waren 2 der Touristen, die dort tagelang festsaßen und mit dem Hubschrauber ausgeflogen wurden. Beide berichteten mir von diesen Tagen, in denen das Warten auf Hilfe den Tag bestimmte. Das größte Problem für sie war, der Mangel an Information, vor allem in den ersten beiden Tagen. Niemand wusste genau, wie es weitergeht, wo man warten soll, ob man den Bahnhof verlassen kann, oder ob man dann seinen Platz in der Warteschlange verliert. Die Touristen organisierten sich selbst, Gruppen wurden nach Nationalität gebildet und Listen angefertigt, nach denen die Älstesten und die Kinder unter ihnen zuerst ausgeflogen werden sollten. Bis auf wenige Ausnahmen soll das auch so funktioniert haben. Mit den Hubschraubern wurden auch Lebensmittel und Getränke eingeflogen, die Bevlölkerung Aguas Calientes hat für die Leute gekocht, während die jungen unter den Touristen mit anpackten um Ufer mit Sandsäcken zu schützen. Fazit der Beiden: Alles war soweit ok, bis auf das Informationsloch in den ersten zwei Tagen.

Vielen Dank Kerstin und Andreas für euren Bericht.

Fotos aus Aguas Calientes

Inzwischen sind alle Touristen evakuiert. Bis die zerstörte Bahnstrecke wieder aufgebaut ist, wird es nach Angaben Peru Rails mindestens 2 Monate dauern und solange wird Machu Picchu auch nicht zu erreichen sein.

Was mich persönlich an dem ganzen Wirbel stört, ist dass Machu Picchu und die Touristen, die sicher sehr gelitten haben, in der Presse breitgetreten werden, der Rest der Bevölkerung aber nicht ein bisschen erwähnt wird. Nicht nur in Machu Picchu bzw. Aguas Calientes hat es fürcherlich geregnet. Im Valle Sagrado – dem Heiligen Tal der Inkas – sind mehrere Brücken eingestürzt, Felder überflutet und Häuser zerstört. Südlich von Cusco existieren einige Dörfer praktisch nicht mehr. Hier haben Menschen, die schon vorher nicht viel hatten, den letzen Rest und ihre Heimat verloren. Mehr als 100.000 Peruaner büßten durch die Unwetter ihre Habe ganz oder teilweise ein. Rund 4600 Häuser und zahlreiche Brücken wurden beschädigt. 16′000 Hektaren Ackerland liegen unter Wasser. Allein im Valle Sagrado wurden rund 40 Hektar Mais zerstört.
Mindestens neun Peruaner und eine argentinische Touristin kamen durch Erdrutsche und Überschwemmungen ums Leben.

Für die Betroffenen wurde unter anderem bei Facebook eine Seite eingerichtet (CUSCO UNIDO CONTRA LA DESGRACIA!!). Dort findet man auch das Spendenkonto bei der BANCO DE CRÉDITO DEL PERÚ, das für die Geschädigten eingerichtet wurde.


Hier noch einige Videos:

Aguas Calientes/Machu Picchu + Valle Sagrado

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Lucre, südlich von Cusco

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Ich wünsche meinen Lesern einen guten Rutsch ins Neue Jahr, ein langes Leben, Gesundheit, Glück und alles was ihr auch sonst noch wünscht. Gleichzeitig möchte ich mich auch bekanken, dass ihr mir trotz zeitweiliger Faulheit meinerseits die Treue haltet.

Das  Reggae Sunsplash auf Jamaica ist mit ziemlicher Sicherheit das größte Reggae Festival. Für Peru wird es das Asia Reggae Sunsplash Fest im Badeort Asia 100km südlich von Lima sein. Am 30. Jaguar 2010, der 1. Vollmondnacht im neuen Jahr, treffen sich dort Künster aus Jamaica und Peru, um in dieser Nacht den jamaicanischen Reggae mit dem peruanischen zu vereinen.
Aus Kingston werden Gregory Isaacs, der mit mehr als 500 Platten viel dafür getan hat den Reggae popular zu machen und das Duo The Wailing Souls, eine der ältesten Reggaegruppen Jamaicas aus den 60er Jahren erwartet.
An peruanischen Künstlern werden Pochi Marambio und Tierra Sur, und ausserdem Ascesi Nativa, Ysabel Omega, Laguna Pai und La Realzion spielen. Für letztere konnte ich leider keinen Link finden.

Eintritte können über folgende Website bestellt werden: Tu Entrada
Die Preise sind im Vorverkauf etwas günstiger:
1. Etappe (bis 28. Dezember)
Platinum S/. 125.00
VIP S/. 95.00
General S/. 64.00
2. Etappe (bis 20. Januar)
Platinum S/. 141.00
VIP S/. 115.00
General S/. 74.00
Voller Preis
Platinum S/. 156.00
VIP S/. 125.00
General S/. 85.00
Freuen Sie sich auf 11 Stunden Musik, von 4.00 Uhr nachmittags bis morgens um 03.00 Uhr. Ausserdem: Campingplatz, 1000 Parkplätze, Restaurants, Shuttlebusse nach Lima und zurück, Taxiservice an die umliegenden Strände Asias.

Seit 3 Jahren schon engagiert sich ACUPARI im Bereich Leseförderung. Nun starten wir den 3. Teil unseres Kinderbuchprojekts “Kinder erzählen Geschichten”  und haben dafür die ganze Geschichten und Erlebnisse rund um die Projektarbeit in einem separaten Blog mit zahlreichen Fotoshows von den Verteilungen auf dem Land und einigen Viedoclips für sie aufbereitet.

Können Sie sich vorstellen, einem fremden Kind weit weg in den peruanischen Anden ein Bilderbuch zu schenken?
Hier gehts zum Kinderbuchprojekt

El Niño

Das Wetterphänomen “El Niño” wird in den kommenden Monaten für verstärkte Niederschläge in Peru und Ecuador sorgen.
El Niño nennt man das Auftreten ungewöhnlicher, nicht zyklischer, veränderter Strömungen im ozeanographisch-meteorologischen System des äquatorialen Pazifiks. Normalerweise strömt warmes Oberflächenwasser aus dem Pazifik von Südamerika in Richtung Westen, nach Indonesien.

Bei einem El Niño kehrt sich dieser Prozess durch eine Verschiebung der Windzonen um. Innerhalb von ca. drei Monaten strömt die Warmwasserschicht von Südostasien nach Südamerika.

Gemäß dem Climate Prediction Center (CPC) werden die Auswirkungen des Wetterphänomens bis zum Frühjahr 2010 andauern.
Als Folge wird es von Dezember bis Februar in Teilen von Peru und Ecuador zu verstärkten Niederschlägen kommen.
Dieses Jahr hat die Regenzeit sehr früh begonnen. Schon seit Ende September regnet es fast täglich, während es die letzten Jahre meistens bis Ende Dezember höchstens 1x pro Woche geregnet hat und die eigentlichen Regenmonate im Januar - März waren.

Konzerte in Lima

Hier möchte ich euch etwas Neues bieten. Konzerte internationaler Gruppen gibt es bis jetzt leider nur in Lima. Cusco ist bis heute Provinz geblieben in dieser Richtung. Trotzdem möchte ich hier in Zukunft einige Konzertdaten veröffentlichen für die, die ein bisschen länger in der Hauptstadt bleiben.

Metallica
Dienstag 19. Januar im Estadio San Marco

UB40

Donnerstag 28. Januar 2010 - Jockey Club del Perú.

Franz Ferdinand
Dienstag 30. März auf dem “Estacionamiento sur del Estadio Monumental”

Beyonce

Dienstag 16. Februar “Explanada del Estadio Monumental”


The Cranberries

lunes 8 de febrero en el estacionamiento sur del Estadio Monumental

Machu Picchu

Umweltschutz
Einwegflaschen sind in Machu Picchu zukünftig verboten. Bei Zuwiderhandlung kann es zu Strafen von bis zu 430 Euro kommen. Auch in den umliegenden Orten ist deren Verkauf verboten.

Neue Ausgrabungsstätten zugänglich
Vor drei Jahren fanden Mitarbeiter des Archäologischen Parks Machu Picchu im östlichen Sektor der Inkastadt vier Quellen eines Wasserkultes. Die Steine, die die Hauptquelle einfassen, sind mit Einkerbungen versehen, so Piedad Champi, leitender Archäologe dieser Forschungen. Die zweite Quelle sei kleiner, sie besitze seitliche Platten und eine Mauer aus einem einzigen Stein mit kleinen, gekerbten Steinelementen. Die beiden anderen Quellen seien ähnlich aufgebaut, allerdings mit einem rechtwinkligen System zur Wasserverteilung, um die Wassergeschwindigkeit zu dämpfen. Alle vier Quellen stehen im Zusammenhang mit religiösen Wasserkulten, da in der Weltsicht der Inkas das Wasser für das männliche Prinzip steht, während Pachamama (die Erdmutter) das Weibliche symbolisiert.
Außerdem wurden Höhlen, die als Gräber benutzt wurden, geschnitzte Mauern, Terrassen und kurvige Straßen der Inka-Zeit nun ins touristische Zentrum des archäologischen Komplexes von Machu Picchu integriert.
Die neuen Ausstellungsbereiche werden nach drei Jahren intensiver Forschungsarbeit zugänglich.

Neue Anbieter für Bahnfahrten nach Machu Picchu
Zwei neue Bahnunternehmen, Andean Railways und Inca Rail, steigen in den Markt für Zugreisen nach Machu Picchu ein. Im August haben beide Unternehmen einen Vertrag mit Perurail unterzeichnet, der es ihnen ermöglicht, auf der Zugstrecke Ollanta – Machu Picchu zu operieren. Inca Rail bietet die Route Cusco – Machu Picchu für ca. 40 US$ an. Das sind etwa 33% weniger als die anderen Anbieter vorweisen können

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